WordPress – Mit Simplicity in die Zukunft

Nachdem wir nun jahrelang um die Berechtigung von WordPress als CMS gekämpft haben, müssen wir nun beobachten, wie beim Umgang mit diesem System die Seriosität vieler Anbieter langsam schwindet.

Jeder will es, jeder kann es (nicht).

Leider wird oft nicht zwischen professioneller Webentwicklung und der Anforderung einer “schnellen und günstigen Lösung” unterschieden. Viele Leute (Privatpersonen wie auch Agenturen) glauben, WordPress ist die Alternative neben den “großen” und “ordentlichen” Systemen, sehen es oft höchstens als eine Möglichkeit, Geld zu sparen.

Durch die Popularität von WordPress steigt gleichwohl auch die Zahl derjenigen, die ihr Know-How in Sachen Wordpress anbieten. Und das geschieht leider nicht immer positiv, zumindest aber oft nicht ernsthaft.

Mehr als nur Fanboys
Wir sehen uns tatsächlich als WordPress-Profis. Nein, nicht als Profis in “Plugins Installieren” oder “Themes durchsuchen“. Wir bieten dem Kunden ein Produkt, welches er versteht, auch wenn er es für längere Zeit nicht verwendet. Wir sorgen für Sicherheit und halten viel von systemnaher Entwicklung. Stefan Hagspiel aus unserem Team ist bereits seit der ersten Version mit dabei:

“WordPress spielte von Anfang an eine Rolle in meinem digitalen Leben. Mein erster Blog, die ersten Themes, der Tag, an welchem ich mich zum ersten Mal mit Spam-Kommentaren auseinandersetzen muste - unvergesslich. Dass ich allerdings einmal meinen Lebensunterhalt damit verdienen würde, hätte ich wohl nie gedacht.”

Der Zeitgeist

Nicht nur WordPress benötigte einige Jahre, bis sich Funktionen hervortaten, welche aus einem “Blog-System” heraus ein “CMS-System” erschufen. Auch wir mussten uns mit vielen Themen auseinandersetzen, um Lösungen, angetrieben durch WordPress, anbieten zu können. So durchwanderten wir die ersten Grid-Systeme, erlebten Mootools (obwohl wir dort noch nicht alle Hoffnung aufgegeben haben) in Höchstform und landeten schließlich bei Bootstrap und jQuery. Der Vorwurf, dass WordPress ausschließlich aus Spaghetticode besteht, wird mit jedem Release leiser, obwohl wir natürlich eine durchgängige OOP Struktur sofort begrüßen würden. Aktuell schaffen wir uns diese Strukturen selbst.

Themes
Es gibt inzwischen tolle Themes. Kostenpflichtig zwar, aber für $55 eine eierlegende Wollmilchsau – was will man mehr? ThemeForest bietet wirklich eine ganze Stange an schönen und vor allem komplexen Themes. Allerdings mit einem Haken: Sie sind allesamt Standard.

Standard im Layout
Trotz allen Einstellmöglichkeiten lebt der gekaufte Auftritt ohne Einzigartigkeit. Oft erhalten wir Anfragen, in welcher wir um Unterstützung bei Erweiterungen gebeten werden. Das gekaufte Theme hat eben doch nicht alles auf Lager, was im Vorfeld gewünscht wurde. (Dank den Child-Themes von WordPress konnten wir aber bis dato noch jeder Anforderung gerecht werden.)

Überfülltes Back-End
Unendlich viele Plugins, hunderte Buttons, viel Werbung, wenig Durchgängigkeit. Wer einmal versucht hat, einem Kunden ein Back-End eines gekauften Themes oder ein Theme, welches nur durch Plugins funktioniert, verständlich zu erklären, weiß wovon wir reden: Nie wieder!

Standard neu definiert

Auf den Punkt gebracht: Wir finden, ein Back-End soll frei von Ballaststoffen sein. Kein Mensch hat Lust und Zeit, sich alle zwei Wochen in ein System hineinzudenken, welches nicht intuitiv und gelassen reagiert.

Das Back-End für Alle

Damit ist das Hauptkriterium geschaffen: So einfach wie möglich Content generieren. Denn das tollste Produkt bringt keinem etwas, wenn niemand damit arbeiten möchte.
Dennoch gibt es speziell bei großen Projekten einige Anforderungen, welche WordPress von Haus aus nicht mitbringt. Diese fehlenden Bausteine möchten wir kurz vorstellen.

Plugins, aber bitte mit Vorsicht!
Wir können ganz Allgemein sagen: Plugins bei WordPress haben es bei uns nicht leicht. Wir vertrauen nur ganz wenigen, denn die meisten sind Performance-Bremsen, schlecht konzeptioniert oder einfach nur eine Werbemaschine ohne viel Nutzen. Für unsere Projekte entwickeln wir mit einem eigenen Repository-Server, mit welchem wir unsere Plugins stets auf dem aktuellsten Stand halten können. Zudem sind unsere Kunden per Knopfdruck mit Updates versorgt. Alle Plugins sind durch uns lizensiert und sind bei unseren Projekten stets inkludiert. Zudem verfügen wir über eine Testumgebung, auf welcher wir alle Entwicklungen auf mindestens 4 Versionen (minor releases) zurück testen.

Dieser Workflow entstand nicht über Nacht. Viele Stunden und vor allem viel Energie floss in diesen aktuellen Entwicklungsstand. Oft (wenn auch nie wirklich lange) standen wir vor der Überlegung, ein eigenes System zu entwickeln. Viel Weitblick und Engagement sind der Grund, warum wir heute nach wie vor zu 100% auf WordPress vertrauen. Wenn wir uns zusätzlich noch die Roadmap von WordPress bzw. die Ziele von Matt Mullenweg ansehen, dann verflüchtigt sich der Gedanke an eine Neugründung schnell.

Achillesferse: Editor
Ein großes Problem bei WordPress ist das Fehlen eines modularen Editors. Das dynamische Verbinden verschiedener Bausteinen innerhalb einer Seite gestaltet sich schwierig bis unmöglich. Oft ist es notwendig, Seiten nach verschiedenen Mustern zusammenzustellen, eben so wie man es auch von anderen CMS-Systemen kennt. Es gibt einige Plugins, welche sich dieser Thematik angenommen haben, am fortschrittlichsten finden wir den kostenpflichtigen Visual Composer. Da dieser aber alle Eigenschaften als Platzhalter in ein einziges Textfeld speichert und auch sonst sehr oft ein wenig wackelig scheint, haben wir entschlossen uns selbst ans Werk zu machen.

Der Page Designer

Wir unterteilen wichtige Elemente der Seite in Module um damit alle erdenklichen Strukturen abzubilden. Stets im Dienste des Responsive-Gedanken, passen sich Module und Inhalte an das jeweilige Endgerät mühelos an. Gleichzeitig bleibt das Editieren der Inhalte eine überschaubare Sache, die Inhalte werden in einem eigenen Fenster geladen:

Auch dieses Plugin läuft über unseren lizenzierten Repository-Server und wird stets weiterentwickelt.
Neben dem Page Designer haben wir noch einige Weiterentwicklungen, die nicht fehlen dürfen:

MRS Form Field

  • Große Formulare, die viele Ausnahmen und Validierungseigenschaften mitbringen, können damit bewerkstelligt werden. Dazu zählen Abhängigkeiten innerhalb des Formulars, Dateimanagement, verbesserte Style-Eigenschaften der Elemente uvm.

MRS Mail Shredder

  • Mail-Adressen werden für Spam-Bots bedeutungslos.

MRS Super Portal Handler

  • 3 Portalseiten mit jeweils 5 Sprachen? Wir realisieren damit aufwendige Portalstrukturen.

MRS SEO Link Warp

  • Was gerne vergessen wird: Nach einem Relaunch stehen der Suchmaschine bereits viele Links der alten Seite zur Verfügung. Damit diese nach dem Relaunch nichts ins Leere führen, entwickelten wir diesen intelligenten Helfer, welcher obsolete Links an die korrekte Adresse weiterleitet.

MRS Instagram Agent

  • Anhand eines Hashtags werden Bilder aus Instagram ausgelesen und nach einer Freigabe durch einen Administrator auf der Website dargestellt.

MRS Advanced Media

  • Automatisierte Bildausschnitte passen nicht immer. Durch die manuelle Crop-Funktion können alle definierten Bildformate neu zugeschnitten werden. Mehr dazu in unserem Blog-Beitrag.

MRS Network Image Handler

  • Unsere mehrsprachigen Systeme werden mit einer globalen Bilddatenbank versehen, so können Bilder innerhalb des Netzwerkes gemeinsam genutzt werden.

Es gibt selbstredend noch einige Punkte, welche für einen erfolgreichen Webauftritt notwendig sind (zb. Assets über eine konsistente URL bereitstellen, Komprimierungen von Dateien und Ressourcen…). Da diese aber unabhängig vom verwendeten CMS stets auf der Checkliste eines Webentwickler stehen sollten, werden wir hier nicht weiter darauf eingehen.

Rock on!
Obwohl wir jedes Projekt maßgeschneidert umsetzen, halten wir uns innerhalb unserer Entwicklung an einen strukturierten Ablauf. “With great power comes great responsibility” lautet das dazu passende Motto, nach welchem wir uns auch die nächsten Jahre immer orientieren werden.

Haben Sie Fragen zu WordPress? Gerne informieren wir Sie bei einem persönlichen Gespräch. Hier entlang, bitte.

 


Über den Autor: Philipp Ziedler

Inhaber
Mayr Record Scan GmbH
Abteilung: Web Semantic
Kirchstraße 13a
6922 Wolfurt

Verantwortlich
Stefan Hagspiel
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